Fahrten

Naturwissenschaften und französische Kultur

Paris, Berchtesgaden – „Classes musée internationales“ ist ein Angebot des französischen Instituts München, das Schülergruppen nach erfolgreicher Bewerbung ein hochwertiges Programm in der französischen Hauptstadt bietet. Ziel dabei ist es, die französische Sprache und Kultur mit den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu verknüpfen. Pauline Pistor und Timo Riedlsperger berichten von ihrer einwöchigen Paris-Exkursion mit den Begleitlehrkräften Helga Kronowetter und Martin Hofreiter.

Um vier Uhr morgens begann am Samstag unsere Reise in die Hauptstadt von Frankreich. Von unseren Familien wurden wir zum Salzburger Flughafen gebracht. In Paris angekommen brachten uns Shuttle-Busse zum Hotel, welches sehr zentral lag, so dass wir nur 15 Minuten mit der Metro zum Eiffelturm brauchten. Dort angekommen erwarteten uns aufdringliche Souvenirverkäufer und Massen von fotografierenden Menschen. Auch wir zückten unsere Fotoapparate. Entlang der Seine spazierten wir bis zum Beginn der „Île de la Cité“. Zwischendurch ließen wir uns im "Jardin des Tuileries" nieder, um Crêpes zu verspeisen. Ein "Batobus", ein kleines Schiff, brachte uns auf der Seine zurück zum Eiffelturm. Um 20 Uhr ging es auf die Spitze des zur Weltausstellung 1889 errichteten Bauwerks. Von dort aus hatte man einen unglaublichen Blick über Paris. Vor allem als es dunkel wurde, funkelte die Stadt wie ein Sternenhimmel. Nach einem traditionell französisches Frühstück "café au lait, tartines, croissant" machten wir uns am Sonntag auf den Weg zum Grand Palais. Im mit dem Deutschen Museum München vergleichbaren „Palais de la découverte“ waren viele sehr interessante Exponate, etwa zur Erkundung unseres Nachbarplaneten Mars. Am späten Nachmittag schlugen wir den Weg zur "Notre Dame" ein. Gegen 19 Uhr ging es für die gesamte Gruppe zu einem gemeinsamen Essen ins „La Boullion Chartier“, wo wir den Abend schön ausklingen ließen. Das erste Ziel am Montag war „Sacré Cœur“. Nach einem Besuch im Inneren der Kirche schauten wir uns das Künstlerviertel Montmarte an. Zum Mittagessen im Sonnenschein ging es in den "Jardin du Luxembourg“. Wir machten uns auf ins benachbarte „Panthéon“ mit dem Focaultschen Pendel und den Gräbern berühmter Persönlichkeiten wie Marie und Pierre Curie. Von der Dachterrasse der nationalen Ruhmeshalle Frankreichs genossen wir den Blick auf unsere bereits erlebten und noch angedachten Ziele. Am Abend stand der „Arc de Triomphe“ auf dem Plan. Die 284 Stufen lohnten sich, wir waren überwältig von der atemberaubenden Aussicht und durften einen wunderschönen Sonnenuntergang miterleben und den Eiffelturm funkeln sehen.

Der Dienstag war der „La Cité des Sciences“, der „Stadt der Wissenschaften“, verschrieben. Im größten populärwissenschaftlichen Museum Europas besichtigten wir eine Ausstellung über Charles Darwin, nahmen an einer Planetariumsvorführung teil, sahen in der "Géode" einen Dokumentarfilm über den Pazifik und bekamen zahlreiche Eindrücke zu den Themen Mathematik, Physik und Psychologie. Zum Abschluss des Tages ging es in eine gerade neueröffnete James Bond-Ausstellung mit den besten Erfindungen und Technikspielereien von Q. Ohne richtig auszuschlafen, begann der Mittwoch mit einer Architekturführung durch die „Fondation Louis Vuitton“. In dem daneben liegenden Park „Jardin d’acclimatation“ genossen wir die Sonnenstrahlen und die Wärme in der Natur und machten uns anschließend auf den Weg nach „La Défense“. Am Abend trafen wir uns zur „Nocturne“ beim Louvre und besichtigten gemeinsam das bekannte Museum.

Unseren letzten Tag in Paris durften wir individuell gestalten. In Kleingruppen ging es etwa in die Katakomben, zum Fußballstadion, ins Wachsfigurenhaus „Grévin“, zu den Impressionisten ins "Musée Marmottan Monet" oder in die Galeries Lafayette zum Shoppen. Als gemeinsamen Abschluss haben wir zusammen zu Abend gegessen und die letzten Stunden in Paris genossen. Am Freitag traten wir den Rückflug nach Salzburg an. Wir hatten eine sehr schöne und interessante Zeit in Paris. Mit einer tollen Gruppe, wahnsinnig gutem Wetter und vielen imposanten Eindrücken werden wir unsere Reise nicht so schnell vergessen.

Kommentare  

# -1 Günther Klauser 2016-05-31 09:33
Ein schöner Bericht. War auch schon mit der Kollegin Parma im Rahmen classes musee in Poitiers unterwegs. Tolle Erfahrungen vor allem über die französische Kultur.

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